Wie der Ukraine-Krieg unser Leben beeinflusst

Die meisten von euch wissen bestimmt, dass zur Zeit in der Ukraine ein Angriffskrieg des russischen Diktators Putin herrscht. Doch wie viel sich deswegen auch in Deutschland ändert, sieht man oft nicht auf den ersten Blick.

Das Erste, was auffällt, sind natürlich die gestiegenen Treibstoffpreise. Doch warum ist das überhaupt so? Das Problem ist, dass wir etwa 15 Prozent unseres Treibstoffs aus Russland importieren. Doch verständlicherweise wollen Politiker in Deutschland diese Importe so weit wie möglich reduzieren, um nicht den Krieg gegen die Ukraine indirekt zu finanzieren. Das hat natürlich zur Folge, dass das Angebot zurückgeht.

Marktmodell, das die veränderte Importsituation zeigt

Allen, die schon mal Wirtschaft im Unterricht hatten, dürfte mithilfe des Diagramms klar sein, weshalb die Preise steigen. Einfach erklärt: Es verschiebt sich die Angebotskurve, da weniger Treibstoff zur Verfügung steht. Dadurch gibt es einen neuen sogenannten Gleichgewichtspreis.

Durch Putin hat sich auch politisch einiges in Deutschland verändert. Zum Beispiel hat die Bundesregierung beschlossen, die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro zu modernisieren. Auch möchte man in Zukunft zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts in die Bundeswehr investieren. Ich persönlich finde diesen Schritt eine gute Entscheidung, da Deutschland sich auch in Zukunft verteidigen können muss, falls die Diplomatie, wie im Falle Russlands, nicht mehr weiterhilft.

Auch stehen etliche Fabriken in Russland still, wodurch zu erwarten ist, dass vor allem technische Bauteile weiterhin Mangelware sind. So können zum Beispiel Autohersteller ihre Produkte nicht fertigstellen, da die entsprechenden Bauteile fehlen.

Auch sieht man in Supermärkten häufiger leere Regale, da Lieferketten unterbrochen wurden. Aber auch viele Waren, deren Herstellung nicht durch den Krieg beeinflusst wird, fehlen häufig. Das liegt vor allem an der verunsicherten Bevölkerung, die manche Produkte jetzt „hamstert“. Denn viele haben Angst, dass ihnen in Krisen die Lebensmittel ausgehen.

Das Verhalten Putins hat allerdings nicht nur negative Folgen für den Rest der Welt. Es hat sich gezeigt, wie die Mehrheit der Länder und vor allem Europa zusammenhalten, um die Ukraine zu unterstützen und sich gegen Putin zu verteidigen. Viele Privatpersonen helfen, wo sie können, um für fliehende Menschen aus der Ukraine die Flucht so erträglich wie möglich zu machen. Auch bei uns im Landkreis nehmen hilfsbereite Mitbürger Geflüchtete bei sich zuhause auf, organisieren Spendenaktionen und Hilfstransporte, spenden Geld oder Kleidung, Spielsachen und vieles mehr.

An unserer Schule wurden mit Hilfe der SMV vor Kurzem Spenden für Geflüchtete aus der Ukraine gesammelt. Außerdem soll es am HSG demnächst Pädagogische Willkommensgruppen für ukrainische Kinder und Jugendliche geben, um diesen das Ankommen und die Integration in unser Schulsystem zu erleichtern. In Kürze erfahrt ihr hier mehr darüber!

Foto: Daniel Saathoff

Ein Gedanke zu „Steigende Preise, aber auch viel Hilfsbereitschaft“
  1. Schöner Artikel, interessante Informationen zum Projekt zur Unterstützung von ukrainischen Kindern und zum Anstieg der Preise von Rohstoffen.

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