Voll im Trend: Avocados selbst züchten

Weshalb sind Avocados so beliebt? Sie enthalten Omega-3-,-6- und -9-Fettsäuren, die sie so gesund machen. Wir Menschen können die Omega-Fettsäuren nicht selbst produzieren, weshalb wir sie über die Nahrung aufnehmen müssen. Avocados gehören zu den Früchten, genauer gesagt zu den Beeren. Und sie lassen sich ganz einfach selbst züchten!

Diese Materialien brauchst du:

  • einen Avocado-Kern (am besten eine Bio-Avocado nehmen)
  • eine Flasche (durchsichtig), auf die der Avocado-Kern passt, ohne in die Flasche zu rutschen
  • Wasser

Zuerst füllst du die Flasche bis oben mit Wasser und legst den Avocado-Kern auf die Flasche. Sollte der Flaschenhals zu groß für den Kern sein, nimm zwei Zahnstocher, die du seitlich maximal 5 mm in die Nuss schiebst. Somit kann der Kern nicht in die Flasche fallen. Das Wasser in der Flasche muss regelmäßig aufgefüllt werden, da der Kern viel Wasser benötigt. Jetzt heißt es warten… Durch die durchsichtige Flasche kannst du nun prima beobachten, wie der Kern aufbricht und sich langsam die Pflanze bildet. Worauf unbedingt noch zu achten ist: Der Kern muss immer mindestens 1 cm in dem Wasser liegen. Die runde Seite des Kerns sollte dabei im Wasser sein. Das Wasser darf auch nicht zu kalt sein – also immer mindestens 20 Grad. Damit dein Avocado-Bäumchen auch wächst, sollte sich die spitze Seite des Kerns immer oben befinden. Stelle den Avocado-Baum nun an einen sonnigen Platz, damit er gut keimen und Wurzeln schlagen kann. Nach spätestens 6 bis 8 Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben und ein Keimling sollte nun auch schon da sein. Wenn er eine Größe von 3 bis 5 cm erreicht hat, kann man ihn bereits in einen Topf mit herkömmlicher Blumenerde setzen, wobei die Hälfte des Kernes noch zu sehen ist und sich die andere Hälfte in der Erde befindet.

Pflege:

Der Avocado-Baum mag es sehr hell und sonnig. Du solltest also auf einen geeigneten Platz achten, wo die Temperatur nie unter 10°C fällt. Je heller und wärmer es ist, desto schneller wird er wachsen und zudem viele Blätter bekommen.

Während es anfangs beim Keimen wichtig war, dass der Kern viel Wasser bekommt, reicht es nun im Topf aus, den Avocado-Baum nur ein- bis zweimal in der Woche zu gießen bzw. die Erde einfach nur leicht feucht zu halten. Wenn die Blätter anfangen, schlaff runterzuhängen und braune Spitzen bekommen, braucht der Avocado-Baum mehr Wasser. Verfärben sich die Blätter gelb oder fallen ab, hat er zu viel Wasser und braucht eventuell einen anderen Standort.

Will man den Baum kürzen, sollte man dies bei einer Höhe von etwa 20 cm machen. Nach ein paar Monaten sollte der Baum sich bereits wieder verzweigt haben und neue Triebe gebildet haben.

Der Winterschlaf:

In den Wintermonaten von November bis Februar darf sich unser Avocado-Baum etwas ausruhen. Stelle ihn an einen kühlen Platz. Temperaturen zwischen 10 bis 15 Grad reichen zum Überwintern vollkommen aus. Achte darauf, dass keine Heizung in der Nähe des Avocado-Baums steht und dass er trotzdem weiterhin genügend Licht bekommt. Zu trockene Luft ist ebenfalls nicht gut für ihn.

Von nur einem Bäumchen kann man allerdings keine Avocados ernten, da die männlichen und weiblichen Blüten nicht gleichzeitig geöffnet sind – damit ist eine Selbstbestäubung und somit Reifung zur Avocado ausgeschlossen. Man braucht hierzu also mehrere Pflanzen und viel Geduld – etwa fünf bis zehn Jahre. Aber in jedem Fall ist das Bäumchen ein sehr schöner Anblick!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Foto: Enie Rosenberger

Quellen:

https://diekleinebotin.at/tetrapak-upcycling-avocado/.

https://www.geo.de/wissen/ernaehrung/avocado-zuechten–gesunde-frucht-fuer-zuhause-30550806.html

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/indoor/avocadokern-pflanzen-27546

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