Tierquälerei von Tennessee-Walking-Pferden war lange verbreitet

In Deutschland ist das Thema „Tierquälerei von Tennessee-Walking-Pferden“ nicht sonderlich bekannt, jedoch heißt dies nicht, dass es unwichtig ist! 

1. Allgemeine Infos

Da diese Pferde von Natur aus einen sehr schönen und schwungvollen Gang haben, wollen die Besitzer oft mehr. Ihnen geht es dann nur noch ums Gewinnen und nicht um das Wohl der Pferde. Das Ziel der Tierquälerei ist der besondere Gang: „Big Lick“ nennt sich die geforderte Art zu laufen. Ein wunderschönes, erhabenes, großmütiges Tier wird dabei gequält bis zum Ende. Oft schreien die Pferde und liegen vor Erschöpfung auf dem Boden. Damit von den Zumutungen dort niemand etwas mitbekommt, liegen die Ställe oft weit draußen und abgeschieden vom nächsten Ort. Oft sterben die Pferde aufgrund der Verletzungen und Schmerzen. Ist es das wirklich wert?

2. Methoden, um „Big Lick“ zu erreichen

Mithilfe von „Horse Soring“ soll das „Big Lick“ perfektioniert werden. Die Pferde leiden aber unter „Horse Soring“, denn dabei werden ihnen Schmerzen zugefügt – und zwar mit verschiedenen Methoden:

2.1 Stacks

Stacks sind Keile, die in den Huf des Pferdes genagelt werden. Dadurch stehen und laufen die Pferde in einer möglichst unnatürlichen Position. Leider werden die „Stacks“ oft so hoch in den Huf geschlagen, dass sie starke Schmerzen verursachen. Doch genau das ist das Ziel der Besitzer. Die armen Tiere schlagen ihre Beine schnell hoch, um möglichst schnell und effektiv zu entlasten.

2.2 Chains

Chains sind Ketten. Diese werden an die Fesseln des Pferdes gelegt, was einen schlimmen Schmerz verursacht.

2.3 Ausschaben

Die Hufe werden so weit ausgeschabt, dass das Pferd auf dem Strahl stehen muss. Das tut auch weh und die Pferde müssen dadurch in unnatürlichen Haltungen stehen.

2.4 Podeste

Die Pferde müssen stundenlang auf erhöhten Podesten stehen, denn mit dieser Methode sollen sie die unnatürliche Haltung erlernen. Das ist sehr anstrengend für die Pferde.

2.5 Ätzchemikalien

Das ist unserer Meinung nach die schlimmste Methode. Chemikalien wie Senf-Öl, Leuchtpetrolium, Diesel (ja, damit werden auch Autos getankt!) werden mehrmals in der Woche über Nacht auf die Fesseln in Plastikfolien eingewickelt aufgetragen. Es soll gut „durchkochen“. Die Chemikalien ätzen die Beine auf und fügen den Tieren Leid zu. Traurig, aber wahr: Die Tiere lecken manchmal an den Chemikalien, diese sind aber giftig und vergiften damit die Tiere.

Leider sterben die Pferde oft durch Beinbrüche und Selbstvergiftung.

2.6 Nichts

Natürlich kann man Pferde auch nett trainieren. Ohne all die oben genannten Methoden, denn die Pferde laufen ja natürlicherweise bereits sehr schwungvoll.

3. Rasse

Ursprung:USA
Hauptzuchtgebiet:USA, insbesondere Tennessee
Verbreitung:hauptsächlich im Zuchtgebiet
Stockmaß:145–173 cm
Farben:alle
Haupteinsatzgebiet:Reit- und Showpferd

4. Ist diese Tierquälerei endlich verboten?

Glücklicherweise ja. Eigentlich war sie schon seit 1970 verboten. Doch leider gab es in dem Gesetz „Horse Protection Act“ Lücken – und genau diese nutzten die Trainer. Das bewiesen Ermittlungen der „Humane Society of the United States“, kurz HSUS. Am 16.11.2022 konnten Tierschützer den Erfolg feiern. Mit 304 zu 111 Stimmen wurde Horse Soring endgültig verboten. So kommentierten Tierschützer das Verbot: „Diese Gesetzgebung wird das Pferdeschutzgesetz von 1970 ändern. Sie wird Schlupflöcher schließen, die es Menschen ermöglicht haben, ihre missbräuchlichen Praktiken fortzusetzen.“

Bild: Frida Stegmann

Quelle: https://eqwo.net/video-das-grausame-leben-der-tennessee-walking-horses

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